Die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) Die Bulimie ist gekennzeichnet durch eine übersteigerte Angst vor der Gewichtszunahme und durch Fressattacken mit anschließendem Erbrechen. Besonders gefährdet sind ca. zwei bis drei Prozent der Frauen zwischen 29 und 35 Jahren. Das Ersterkrankungsalter liegt damit vergleichsweise höher als das der Anorexie (Magersucht). Die Bulimie ist typischerweise eine Erkrankung von Mädchen und jungen Frauen, die das Elternhaus bereits verlassen haben.
Die folgenden Symptome sind für die Essstörungen der Bulimie typisch:
  • Ein unbeherrschbarer Drang zu übermäßigem Essen ("Fressattacken")
  • Eine krankhafte Angst vor dem Dickwerden, verbunden mit der Psychopathologie der Anorexia nervosa, die dem Erscheinungsbild oft vorangeht.
  • Vermeiden der dickmachenden Effekte der Nahrung durch selbst herbeigeführtes Erbrechen und/oder Missbrauch von Abführmitteln und harntreibenden Mitteln sowie Gebrauch von Appetitzüglern.
  • Häufig depressive Verstimmungen.
Die Therapie versucht, einerseits die Gründe für die Verhaltensstörungen aufzufinden bzw. der Patientin bewusst zu machen. Andererseits wird im Sinn einer Verhaltenstherapie eine Änderung des Essverhaltens durch vermehrte Selbstkontrolle angestrebt. Dazu kommt ein Selbstsicherheitstraining sowie ein Problemlöse- und Kommunikationstraining. In leichteren Fällen von Bulimie können auch Selbsthilfegruppen hilfreich sein.






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