Alkohol - ein gesellschaftlich toleriertes Rauschgift

Vergleicht man die Folgen des Missbrauchs der Opiate mit den Alkoholfolgen, so erweist sich der Alkohol als das weitaus grössere Gesundheitsproblem! Nach einer amerikanischen Schätzung starben 1970 in den USA an anderen Rauschgiften als dem Alkohol etwa 4 000 Menschen. Dem Alkohol erlagen im gleichen Jahr ca. 40 000 Amerikaner, Unfallopfer nicht gerechnet (!), und rund 400 000 US-Bürger brachten sich durch Zigaretten vorzeitig ums Leben.
Wenn man dann noch hört, dass ein Drittel der Verkehrsunfälle durch Alkohol verursacht und ein Grossteil - in den USA fast zwei Drittel (!) - aller Straftaten im Zusammenhang mit Alkohol begangen werden, erkennt man, dass es für die Menschheit besser wäre, ohne Alkohol zu leben. Leider aber ist unser Gehirn nahezu jeder Anlass recht, sich dem Einfluss von Alkohol auszusetzen. Kein anderes Mittel zur Hirnmanipulation ist so eng mit All- und Festtagen verbunden wie Alkohol. Dass nur ein Teil der Leute, die Alkohol regelmässig trinken, süchtig werden, macht ihn gerade gefährlich. Das Übergewicht der Gegner anderer Rauschgifte macht es möglich, diese harten Suchtmittel zu verbieten. Ein Alkoholverbot hingegen lässt sich nicht durchsetzen. Die Gefährdeten bleiben so völlig ungeschützt.

Alkohol ist in höherer Konzentration ein Zellgift, besonders werden Nervenzellen geschädigt. Durch jahrelanges Trinken wird schliesslich das Gehirn so geschädigt, dass als Endergebnis Verblödung eintritt. Bei Alkoholikern entsteht ein abartiges Leberenzym, das im Gehirn als Rauschgift wirkt und nach immer mehr Alkohol verlangt. Bekannt ist, dass übermässiger Alkoholgenuss die Leber schädigt. Auch besteht ein Zusammenhang zwischen starkem Alkoholkonsum und Mund- und Kehlkopfkrebs. Starkes Trinken in Verbindung mit starkem Rauchen macht gegen Krebs besonders anfällig.







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