Drogen und deren Wirkung

Sedativa
(beruhigende Mittel und Schlafmittel)
Tranquilizer, Schlafmittel (z.B. Barbiturate), Narkotika (z.B. Opiate: Morphin, Heroin)

Stimulantia
(anregende Mittel)
Weckamine, Koffein, Nikotin, Alkohol, Kokain, Antidepressiva

Halluzinogene
(bewusstseinsverändernde Drogen)
Cannabis (Haschisch, Marihuana), LSD, Meskalin, Psilocybin; Rauschgift des Fliegenpilzes (Muskarin), Hexensalben des Mittelalters (v.a. Bilsenkraut); synthetisch: Crack, MDE

 

Wie wirken Rauschgifte?

Opium ist der getrocknete Milchsaft der unreifen Fruchtkapsel des orientalischen Schlafmohns. Es wird geraucht und wirkt beruhigend und schmerzstillend, löst Angst, mildert Hunger und Durst. Dazu kommen angenehme Träume, häufig mit erotischem Inhalt. Das Urteilsvermögen lässt nach, alles wird rosa gesehen. Der Mensch wir bei längerem Konsum körperlich vom Gift abhängig, also süchtig.
Wesentlich gefährlicher als Opium, sind dessen Derivate Morphin und Heroin. Schon wenige Injektionen können zur Sucht führen. Heroin wird wegen seiner verheerenden Folgen medizinisch nicht verwendet. Für Heroinsüchtige gibt es allen Entwöhnungskuren zum Trotz kaum mehr eine Rettung. Millionen von Menschen, die Opiaten verfallen sind, bezahlen ihre Sucht mit langsamen körperlichen und geistigen Verfall und schwerem Siechtum. Magen-Darm-Leiden, Leberentzündung, Kreislaufstörungen, Absinken der Intelligenz und Auftreten von Wahnvorstellungen sind die Folge.
Eine Entziehungskur wird als reine Hölle geschildert. Es beginnt mit Unruhe, Schwitzen, Erschauern, Gähnen, Abscheiden von Flüssigkeit aus Augen und Nase. Die Haare sträuben sich. Die Gedärme ziehen sich so heftig zusammen, dass es aussieht, als seien Schlangen unter der Haut in einem Kampf verwickelt. Es kommt zu heftigen Leberschmerzen und bis zu 60 wässrigen Stuhlgängen am Tag. Schliesslich wird der Süchtige von Schüttelfrost erfasst. Schmerzhafte Krämpfe werfen einen Sterbenskranken unaufhörlich umher. Oft fängt er entsetzlich an zu brüllen,, wälzt sich in seinem eigenen Kot und Erbrochenen
Heute wendet man diese radikale Kur des plötzlichen Totalentzugs nur noch bei Süchtigen an, die sich "nur" drei- oder viermal pro Tag "schiessen". In den nicht seltenen Fällen, in denen bis zu 15 Spritzen die Regel sind, baut man die Dosis behutsam ab. Dabei werden auch nicht süchtige machende Ersatzdrogen verwendet. Auf jeden Fall muss die Entwöhnung von einer entsprechend intensiven medizinischen und psychologischen Betreuung begleitet sein.

Haschisch ist das Harz der weiblichen Blütenstände des indischen Hanfs, doch werden auch getrocknete Stengel und Blätter gehandelt. Es führt vor allem zu Halluzinationen. Vielfach wird die Meinung vertreten, dass die Märchensammlung "Tausendundeine Nacht" unter Haschischeinwirkung entstanden sei, haben doch viele dieser orientalischen Märchenmotive den Charakter von Haschischrauschbildern. So fühlt sich der Berauschte oft auf fliegenden Teppichen von Land zu Land getragen und in herrlichen Palästen bedient. Aber ebenso schnell kann das Hochgefühl ins Gegenteil umschlagen. Haschisch kann auch - wie LSD - zu sehr unangenehmen Erlebnissen führen: Ein 25-jähriger Student sah sich in einem Bleisarg eingesperrt, und zwar für immer, weil sein Zeitgefühl verloren war. Andere fühlten sich im Rausch von Menschen bedroht und verfolgt. Bei wiederholtem Gebrauch treten depressive Stimmungen auf. Zwar tritt keine körperliche Abhängigkeit auf, jedoch eine seelische: Der Süchtige will den Rauschzustand immer wieder herbeiführen, wobei die Dosis immer mehr gesteigert werden muss. Bei übermässigem Genuss kommt es zum körperlichen Verfall, schweren Gehirnschäden, zu Delirien, Tobsuchtsanfällen und Verblödung.

Auch LSD (Lysergsäurediäthylamid) führt zu psychischer Abhängigkeit und kann ebenfalls zu Schädigungen des Gehirns, möglicherweise auch zu Erbschäden führen. Manche LSD-Berauschte halten sich für göttliche Wesen und glauben, dass ihnen auf stark befahrenen Strassen nichts passieren könnte oder dass sie fliegen könnten. Sie springen von hohe Brücken oder aus dem Fenster. Der "Trip" kann auch voller Schrecken und Grauen sein, ein Horrortrip. Der Mund und die Hände scheinen plötzlich anderen zu gehören, oder man stellt mit Entsetzen fest, dass man nur noch aus Kopf und Beinen besteht.







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