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Drogen und deren Wirkung
Sedativa
Stimulantia
Halluzinogene Wie wirken Rauschgifte?
Opium ist der getrocknete Milchsaft der unreifen Fruchtkapsel des orientalischen Schlafmohns. Es wird geraucht und wirkt beruhigend und schmerzstillend, löst Angst, mildert Hunger und Durst. Dazu kommen angenehme Träume, häufig mit erotischem Inhalt. Das Urteilsvermögen lässt nach, alles wird rosa gesehen. Der Mensch wir bei längerem Konsum körperlich vom Gift abhängig, also süchtig.
Haschisch ist das Harz der weiblichen Blütenstände des indischen Hanfs, doch werden auch getrocknete Stengel und Blätter gehandelt. Es führt vor allem zu Halluzinationen. Vielfach wird die Meinung vertreten, dass die Märchensammlung "Tausendundeine Nacht" unter Haschischeinwirkung entstanden sei, haben doch viele dieser orientalischen Märchenmotive den Charakter von Haschischrauschbildern. So fühlt sich der Berauschte oft auf fliegenden Teppichen von Land zu Land getragen und in herrlichen Palästen bedient. Aber ebenso schnell kann das Hochgefühl ins Gegenteil umschlagen. Haschisch kann auch - wie LSD - zu sehr unangenehmen Erlebnissen führen: Ein 25-jähriger Student sah sich in einem Bleisarg eingesperrt, und zwar für immer, weil sein Zeitgefühl verloren war. Andere fühlten sich im Rausch von Menschen bedroht und verfolgt. Bei wiederholtem Gebrauch treten depressive Stimmungen auf. Zwar tritt keine körperliche Abhängigkeit auf, jedoch eine seelische: Der Süchtige will den Rauschzustand immer wieder herbeiführen, wobei die Dosis immer mehr gesteigert werden muss. Bei übermässigem Genuss kommt es zum körperlichen Verfall, schweren Gehirnschäden, zu Delirien, Tobsuchtsanfällen und Verblödung. Auch LSD (Lysergsäurediäthylamid) führt zu psychischer Abhängigkeit und kann ebenfalls zu Schädigungen des Gehirns, möglicherweise auch zu Erbschäden führen. Manche LSD-Berauschte halten sich für göttliche Wesen und glauben, dass ihnen auf stark befahrenen Strassen nichts passieren könnte oder dass sie fliegen könnten. Sie springen von hohe Brücken oder aus dem Fenster. Der "Trip" kann auch voller Schrecken und Grauen sein, ein Horrortrip. Der Mund und die Hände scheinen plötzlich anderen zu gehören, oder man stellt mit Entsetzen fest, dass man nur noch aus Kopf und Beinen besteht. |