Die Maske, die man nicht abnehmen kann

Wonach beurteilst du Menschen? Hast du eine bestimmte Vorstellung davon, welche Ausdrucksmerkmale auf welche Charakterzüge schliessen lassen? Oder urteilst du "intuitiv"?

Über Mimik, Gestik, Stimme, Sprechweise, Haltung und Gang sendet der menschliche Körper immer wieder Signale aus, die im anderen eine bestimmte Wirkung hinterlassen. Man nennt sie "Körpersprache" - Botschaften, die die Wortsprache ergänzen und die der nonverbalen Kommunikation dienen. Wir alle kennen die entsprechenden Gesten: hochgezogene Augenbraue, gerümpfte Nase, wippender Fuss, hängende Schultern, etc. Diese Signale werden meist intuitiv ausgesandt und empfangen; ihre Bedeutung aber wird uns nur selten bewusst.

Die empirische Forschung hat sich bisher nur in sehr beschränktem Maß der Ausdruckserscheinungen angenommen. Die Ausdrucksforschung bildet ein Bindeglied zwischen der "Alltagspsychologie" und der wissenschaftlichen Psychologie. Viele Ausdruckserscheinungen - etwa ein "nachdenklicher" oder "arroganter Gesichtsausdruck" - werden unmittelbar erfasst, haben sich aber bisher den wissenschaftlichen Forschungen weitgehend entzogen. Viele wichtige Informationen erhalten wir auf nicht-sprachlichem Wege.

Nicht nur mit Hilfe der Körpersprache senden wir stumme Botschaften, sondern auch unsere Handschrift ist ein starker Ausdrucksträger. Besonders "typisch" für einen Menschen ist diese Art und Weise, sich graphisch auszudrücken. Die individuelle Motorik, aber auch Elemente, die "tieferen" Persönlichkeitsschichten angehören, kommen hier zum Ausdruck. Nicht umsonst gilt der "Baumtest" von Karl Koch als einer der ersten Persönlichkeitstests.







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