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Welche Medikamente können bei MS eingesetzt werden?
(Quelle: dmsg.de)
Während oder nach Schüben wird seit vielen Jahren Kortison eingesetzt; es wirkt vorwiegend im Schub entzündungshemmend. Nicht jeder Schub muß zwangsläufig mit Kortison behandelt werden. Besonders leichtere Schübe können spontan abklingen und ausheilen. Andererseits gibt auch das Kortison keine feste Garantie für eine folgenlose Rückbildung der Beschwerden. Jedes Medikament wirkt in jeder Situation anders. Höhe und Dauer der Kortison-Therapie werden deshalb individuell abgestimmt, auch in Anbetracht von Verträglichkeit und Nebenwirkungen. Von einer Langzeiteinnahme des Kortisons ist eindeutig abzuraten. Patienten sollten sich gründlich vom behandelnden Arzt über Pro und Contra des Kortisons informieren lassen. Eine Vielzahl anderer Medikamte (z.B. Betainterferone, Copolymer-1, Azathioprin, Methotrexat usw.) greifen regulierend oder unterdrückend in das Immunsystem ein. Dadurch scheint sich bei einigen Patienten das Fortschreiten der MS zu verlangsamen. Man erhofft sich von diesen Medikamenten, daß sie die Fehlsteuerung des körpereigenen Abwehrsystems unterdrücken. Für MS-Erkrankte mit schweren häufigen Schüben können sie unter Umständen sinnvoll sein, um von einer aktiven Krankheitsphase in eine stabile Phase überzuleiten.
Auch wenn es zur Zeit noch keine allgemeingültige Therapie mit Sicherheit auf Heilung der Multiplen Sklerose gibt, so gibt es doch eine Vielfalt von etablierten Behandlungen, die Symptome der MS günstig beeinflussen können.
Mitunter ist Skepsis gegenüber einigen Therapievorschlägen außerhalb der Schulmedizin angebracht, jedoch gibt es auch eine ganze Reihe solcher Therapien die, obwohl es für sie keine wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise gibt, durchaus in Einzelfällen sehr hilfreich sein können. Bei Erwägung einer Alternativtherapie sollten folgende Punkte berücksichtigt werden: 1. Alternative Therapien werden von ihren Anbietern oft für die Anwendung über einen längeren Zeitraum (viele sogar lebenslang) empfohlen. Sie werden in den meisten Fällen nicht von den Krankenkassen bezahlt und sind oft sehr teuer. |