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Musik stillt Schmerzen
Eine mindestens ebenso starke Suggestivwirkung wie Farben hat die Musik. So zeigte sich, dass beim Zahnarzt die gefürchteten Schmerzen stark gedämpft empfunden wurden, wenn der Patient durch eine beliebte Melodie abgelenkt wurde. Besonders beruhigend soll sich der Klang der Hammondorgel auswirken. Lebhafte (fröhliche) "Dur"-Musik lässt Pulsschlag und Blutdruck steigen, gemässigtere (traurige) "Moll"-Musik bewirkt gerade das Gegenteil. Auch seelisch kranken Menschen vermag die Musik zu helfen: Depressionen - sofern nicht angeboren - und Angstzustände lassen sich oft überraschend gut und dauerhaft beeinflussen. Der besondere Vorteil der Musiktherapie besteht darin, dass keinerlei Nebenwirkungen auftreten, die bei Medikamenten nie auszuschliessen sind. Auch die Arbeit kann mit Musik besser vorangehen. Sie darf allerdings nicht missfallen und darf keine "Dauerberieselung" sein, da sonst Ermüdung eintrifft. Inzwischen gibt es bereits auch eine Schlafmusik, die - wie das alte Wiegenlied bei Kindern - das Einschlafen fördern soll. |