Suggestopädie (Superlearning)

Bei dieser neuartigen Lehrmethode wird den völlig entspannten SchülerInnen bei einschmeichelnder Musik Wissen vermittelt, das vom Lehrer/von der Lehrerin vorgetragen wird, manchmal kühl und sachlich, manchmal leise und beruhigend, dann plötzlich und unerwartet hart und befehlend. In einem bestimmten Rhythmus werden auf diese Weise Lehrinhalte vermittelt. Doch die SchülerInnen hören gar nicht wirklich zu. Man hat sie angewiesen, nicht aufzupassen. Es sei völlig gleichgültig, ob sie die Stimme des Lehrers/der Lehrerin hören oder nicht. "Entspannen Sie sich. Denken Sie an nichts. Der bewusste Teil Ihres Geistes soll nur die Musik auf dich wirken lassen."

Am nächsten Tag entdecken die SchülerInnen überrascht, dass sie, obwohl sie überzeugt waren, nicht aufgepasst und daher nichts gelernt zu haben, während der zweistündigen Sitzung, in der Französischvokabeln vorgesagt wurden, hundertzwanzig bis hundertfünfzig Vokabeln in ihrem Gedächtnis gespeichert haben und sie auch lesen und schreiben können. Auf die gleiche Weise wird auch der schwierigstes Teil des Sprachkurses, die Grammatik, ohne jede Anstrengung in die Gehirne der von Musik berieselten Schüler gepflanzt.

Innerhalb eines Monats hatten sie ohne jede Kenntnis der betreffenden Fremdsprache zwei- bis dreitausend Vokabeln und einen grossen Teil der grammatikalischen Regeln in sich aufgenommen. Ein Jahr später durchgeführte Tests zeigten, dass sie über das auf diese unglaublich mühelose Weise erlangte Wissen noch vollständig verfügten.

In dem aus dem Yoga übernommenen meditativen Zustand kann ohne die üblichen Hemmungen und ohne Stress in Entspannung fünf- bis fünfzigmal schneller als gewöhnlich gelernt werden. Vielleicht bringt und die Suggestopädie eines Tages eine Revolution unseres Bildungssystem!







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